⚠︎ Hinweis: Der Audio-Player ist nicht vollständig mit Chrome kompatibel. Bitte benutzen Sie Edge, Firefox oder den Android oder Safari-Browser.
Hör dieses unheimliche Platschen… Hier, tief unten im Brunnen von Vaudreching, lauere und warte ich.
Man nennt mich Kropemann — den Mann… mit dem Haken.
Mein Reich beginnt dort, wo das Wasser finster wird. Eine geheime Steintreppe führt in Spiralen hinab; nur wenige Augen haben sie gesehen… und die, die sie gesehen haben… sind niemals zurückgekehrt.
Meine Haut ist glitschig von Algen, meine Lumpen kleben wie Netze, meine Augen sind rund wie Glassteine. In meiner Hand halte ich meine lange Stange mit dem Haken… meine Kropestaang.
Ich lebe überall dort, wo das Wasser ruht: in Flüssen, Teichen, Sümpfen… und in Brunnen. Wenn ein Kind dem Rand zu nahe kommt… dann lauere ich, warte… und zack! Ich hake einen Schnürsenkel… einen Zeh… den Schatten einer Hand — und ziehe.
Man erzählt sich, dass ich am Abend an die Oberfläche steige, unter den Wasserlinsen hindurchgleite, zwischen den Seerosen. Und dass man manchmal hört, wie ein Haken über den Brunnenrand kratzt…
Also, wenn du am Wasser vorbeigehst… beuge dich nicht vor.
Hör nicht auf das Echo, das deinen Namen flüstert.
Bleib fern vom Rand… und ich bleibe fern von dir.
Wenn du jedoch die erste Stufe hinabsteigst — dann wirst du mein dunkles Reich entdecken, aus dem du niemals zurückkehren wirst…