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Kitsune.
Wusstest du, dass unser Fuchs aus Bouzonville einen Cousin hat, den Kitsune, im fernen Land der aufgehenden Sonne?
Der Kitsune ist der Fuchsgeist aus der großen Familie der Yökai, jenen in der japanischen Folklore so beliebten, symbolträchtigen übernatürlichen Wesen.
Als geheimnisvolles, wandlungsfähiges, magisches Tier ist er eine betörende Gestalt, die fasziniert und über viele Kräfte verfügt, darunter die Fähigkeit, die Form einer jungen Frau anzunehmen.
Man sagt, er sei der Bote Inaris, der Göttin des Reises und des Handels.
Er gilt als äußerst intelligent, als Meister der List, und er liebt es, Menschen hereinzulegen.
Zahlreiche Legenden berichten, dass in Japan einst Füchse und Menschen in vollkommener Harmonie zusammenlebten und dass die Kitsune immer als wohlwollend galten.
Äußerlich wirkt der Kitsune rot wie ein gewöhnlicher Fuchs, doch heißt es, dass ihm alle hundert Jahre ein neuer Schwanz wächst und er bis zu neun Schwänze tragen kann, ein Zeichen großer Weisheit.
In diesem hohen Alter nimmt sein Fell ein makelloses Weiß an und er kann sich verwandeln.
Dann nimmt er menschliche Gestalt an, meist die einer verführerischen jungen Frau, der weißen Füchsin.
Diese Füchsin kann Gedanken lesen und von Geistern und Träumen Besitz ergreifen.
Einige besonders mächtige Kitsune sind fähig, die Zukunft zu sehen, Menschen zu lenken und ihr Schicksal zu beeinflussen.
Noch heute glaubt man in der japanischen Volksvorstellung, dass Frauen, die in der Dämmerung allein unterwegs sind, in Wahrheit Füchse sind.
Die Popularität der Kitsune wächst in Japan von Jahr zu Jahr.
Jedes Jahr findet in Tokio am Vorabend des Neujahrs ein Fest namens „Fuchs-Parade“ statt.
Dieses Fest versammelt Hunderte von Menschen, die als Füchse verkleidet und geschminkt sind.