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Der Fuchs.
Ah, du berühmter Fuchs, stolz thronst du mitten im Wappen der Stadt Bouzonville.
Mit erhobenem Kopf, festem Blick, flinken Schritten und hoch gerecktem Schwanz schreitest du voran.
Doch wohin führst du uns mit deinen schnellen Schritten, zu welchen Abenteuern, in welche Geschichten?
Du lädst uns ein, dir zu folgen, und wir nehmen deine Einladung an.
Unsere Vorfahren, die Kelten, sahen im Fuchs die Weisheit der Alten, ein Wesen, das Seelen über unbekannte Pfade zu führen vermag.
Für die amerikanischen Ureinwohner ist er ein spiritueller Führer, der Anpassungsfähigkeit und Diskretion lehrt, ein Tier, das sich zum Überleben nahtlos in die Natur einfügt.
In Europa taucht er in Fabeln als listige Figur auf, die die Kunst der Täuschung beherrscht, um ihre Ziele zu erreichen.
In manchen schamanischen Traditionen gilt er als Wegweiser durch Zeiten des Wandels, der hilft, hinter Illusionen zu blicken.
In Mythen, Legenden und in der Volkskunde steht er für Intelligenz, Wendigkeit und auch Misstrauen.
Auf dem Land in Europa heißt es, eine Fuchsbegegnung bringe Glück, man solle jedoch wachsam bleiben, denn seine Anwesenheit warne zugleich vor möglicher Täuschung.
In manchen Gegenden gilt ein Fuchs nahe am Haus als Vorzeichen kommender Veränderungen und mahnt zur Vorsicht.
Er beobachtet, wägt ab und findet einfallsreiche Wege, weiterzugehen, wo andere vor den Schwierigkeiten kapitulieren würden.
Sein listiger Charakter inspiriert alle, die nach genialen Lösungen suchen.
Der Fuchs von Bouzonville soll der beste Beweis dafür sein, wenn man der Geschichte eines Jägers glaubt.
Dieser Jäger erzählte jedem, der zuhören wollte, er habe eines Tages am Rand des Stockholz-Waldes auf der Lauer gelegen.
Dort sah er bei Einbruch der Dunkelheit unseren Fuchs aus dem Wald treten, sich an den Bäumen reiben, sich auf dem Boden wälzen und sich ganze Büschel Fell ausreißen.
Neugierig auf dieses seltsame Verhalten beobachtete er, wie der Fuchs zu einem moosbewachsenen Stein ging, mit den Pfoten eine dicke Lage Moos abriss und sie ins Maul nahm.
Dann lief das Tier zur Nied und tauchte ohne Zögern unter, sodass nur seine Schnauze und das Stück Moos aus dem Wasser ragten.
Da schossen Tausende Flöhe aus seinem Fell und setzten über auf das Moosfloß, um nicht zu ertrinken.
Als der letzte Floh an Bord war, löste unser Fuchs den Biss und ließ das Floß davontreiben.
Er stieg aus dem Wasser, schüttelte sich und verschwand hinter den Büschen.
Der Jäger betonte immer wieder, ein so kluger Fuchs könne nur aus Bouzonville stammen.